Einen Soßenspiegel auf den Teller legen und einige Fleischtranchen vom Roastbeef auflegen, das Selleriepüree in einen Spritzbeutel geben und einige Spritzflocken neben das Fleisch legen, noch 2 Orangenspalten anlegen und schon geht es ans Genießen.
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Roastbeef vom Limousin Rind

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Wenn wir Fleisch essen, dann soll es gutes Fleisch sein. Es gibt bei uns einen Landwirt, der Mutterkuhhaltung betreibt. Die Tiere werden da geschlachtet und das Fleisch vermarktet dieser Landwirt über seinen Hofladen ... und ja die Tiere wachsen natürlich auf und jeder kann sich ansehen, wie die Tiere gehalten werden.

Der Irrglaube das Fleisch dadurch enorm “teurer“ ist als bei R-we  oder E-d-ka d oder andere diverse SB-Märkte der sollte sich da einmal richtig schlau machen!

Wer bei diesen Geschäften gutes Fleisch kaufen möchte, muss erst einmal nachfragen, ob sie etwas da haben und teilweise sogar tiefer ins Geldbeutelchen greifen, und bekommt dafür dann auch nur “Jungbullen“ Fleisch, also Fleisch, das gar keinen richtigen Geschmack entwickeln konnte, da die Tiere zu früh geschlachtet wurden.

Bei uns gab es rosa gebratenes Roastbeef vom Limousin Rind auf Orangen-Kaffee-Soße mit Sellerie-Püree.

Zutaten

Roastbeef:

  • 400 g Roastbeef
  • 2 Knoblauchzehen gehäutet und halbiert
  • 1 Chilischote längs durch geschnitten
  • 1 Zweig Rosmarin gereinigt
  • 1 EL neutrales ÖL
  • 1 TL Pfefferkörner schwarz im Mörser frisch zermalmt
  • Salz nach Gusto
  • 1 EL Butterschmalz

 Orangen-Kaffee-Soße:

  • 2 Orangen (ausgepresst waren es ca. 180 ml Saft)
  • 250 ml Rinderfond
  • 1 gehäuften TL Kaffeepulver löslich
  • 1 EL Butter (ca. 20 g)
  • 1 gehäuften TL Zucker
  • 1 EL Creme fraíche
  • Salz und Pfeffer nach Gusto
  • 1 TL Speisestärke

 Sellerie-Püree:

  • 400 g Sellerie geschält und gewürfelt
  • 100 ml Milch
  • 20 g Butter
  • 1-2 EL Creme fraìche
  • Salz Pfeffer und Zitronensaft nach Gusto

Zubereitung

Roastbeef:

  1. Das Roastbeef mit Öl gut einreiben, mit Pfeffer aus der Mühle bestreuen und diesen ins Fleisch einmassieren.
  2. Dann das Roastbeef in eine Schale legen und die Knoblauchstücke, den Rosmarin und die Chili dazulegen.
  3. Die Schale mit Klarsichtfolie abdecken und das Fleisch ca. 3 Stunden marinieren.
  4. Das Butterschmalz in einer erhitzen und das Roastbeef von jeder Seite ca. 1-2 Minuten scharf anbraten, auch auf den Seiten (das Fleisch mit einer Zange senkrecht stellen).
  5. Das Fleisch im auf 100 °C O/U-Hitze vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten auf einem Grillrost auf der 2. Schiene von Unter nachziehen lassen.
  6. Nach der Hälfte der Zeit drehe ich das Fleisch, weil die Schiene nicht mittig angeordnet ist, ich habe nur 4 Einschubleisten. Das Roastbeef sollte dann eine Kerntemperatur von ca. 65 °C haben.
  7. Das Roastbeef aus dem Ofen holen und auf einer Platte mit Alufolie abgedeckt dann noch ca. 10 Minuten ruhen lassen, damit sich das Fleisch entspannt und beim Anschneiden kein Saft austritt.

 Orangen-Kaffee-Soße:

  1. In einem Topf die Butter schmelzen, den Zucker einstreuen und diesen karamellisieren lassen.
  2. Mit dem Rinderfond ablöschen.
  3. Den O-Saft und das Kaffeepulver dazugeben und aufkochen lassen.
  4. Creme fraìche in die Soße rühren und mit Salz und Pfeffer nach Gusto abschmecken.
  5. Die Soße 1x aufkochen lassen und mit in Wasser gelöster Speisestärke nach Gusto binden.

Sellerie-Püree:

  1. Die Butter in einem Topf schmelzen und die Selleriewürfel darin kurz andünsten.
  2. Mit der Milch ablöschen und etwa 10 Minuten bei geschlossenem Deckel auf kleiner Hitze den Sellerie garen.
  3. Den Sellerie nach der Garzeit fein pürieren, die Creme fraìche unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Finish:

Einen Soßenspiegel auf den Teller legen und einige Fleischtranchen vom Roastbeef auflegen, etwas grobes Salz und Pfeffer aus der Mühle über das Fleisch streuen.

Das Selleriepüree in einen Spritzbeutel geben und einige Spritzflocken neben das Fleisch legen, noch 2 Orangenspalten anlegen und schon geht es ans Genießen.

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22 Kommentare


#1
6.2.18, 22:51
Ich habe noch nie Kaffeepulver zum Kochen benutzt. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht wirklich vorstellen dass das schmeckt. Ich werde es aber vielleicht mal ausprobieren, denn das Rezept hört sich ansonsten sehr lecker an.
8
#2
6.2.18, 23:04
Man soll sich doch besser mal nichts vormachen und nichts schönreden:

Wer Fleisch isst, macht sich schuldig!

So wie ich! Und so wie Du/ihr!
1
#3
6.2.18, 23:23
@xldeluxe_reloaded:
Och xldeluxe, Du enttäuschst mich. Seitdem der Mensch seine ersten Spuren auf diesem Planeten hinterließ, war er ein Jäger. Was hat er gejagt? Bestimmt weder Blumenkohl noch Kresse. Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, daß sich sein Hirnvolumen durch den Fleischverzehr deutlich vergrößerte. Nun ja, wie er dieses gewonnene Potential nutzte und heute noch nutzt, darauf möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen.
Zum Rezept: es ist von der Beschreibung her sicher sehr, sehr lecker(Roastbeef hatte ich zuletzt an meinem 30. Geburtstag), aber ich werde es mir leider nie leisten können.
6
#4
6.2.18, 23:29
@gordita: 
Es geht mir nicht um das Verzehren sondern um das Schönreden.
3
#5
6.2.18, 23:35
@xldeluxe_reloaded:
Da muß ich Dir ausnahmslos Recht geben.
5
#6
7.2.18, 11:53
@Orgafrau: DU--brauchst auch kein Kaffeepulver benutzen,warum beziehst du eigentlich alle Rezepte auf dich persönlich?
#7
7.2.18, 12:27
@muggefugg:  Ich beziehe nicht alle Rezepte auf mich persönlich. Wie kommst du darauf?
#8
7.2.18, 15:26
Das hört sich gut an, ein tolles, edles Essen. Muß ich unbedingt genauso machen.
#9
7.2.18, 18:35
@Mondial - Die Bezeichnung Limousin Rind habe ich noch nie gehört oder gelesen.Gibt es besondere Merkmale? Besonders zartes Fleisch? Danke für Info👍
4
#10
7.2.18, 18:52
@Ashanti: 


Das Fleisch der Limousin Rinder
zeichnet sich dadurch aus, dass es einen ausgeprägten Geschmack dank der guten
Marmorierung hat und dabei unglaublich zart ist. Dabei hat es ein sehr
ausgewogenes Fleisch-Fettverhältnis und somit sehr wenig Cholesterin.
Durch die Marmorierung (Fettflecken oder Adern) bleibt es saftig und Fett ist nun mal Geschmacksträger.
Meine Ausführung ist zwar sehr laienhaft trifft aber den Kern der Sache.
...und das Preis- Leistungsverhältnis ist für mich ein über zeugendes Argument.
Kulinarische Grüße
Mondial
6
#11
7.2.18, 20:20
@xldeluxe_reloaded: Da wird nichts schöngeredet, finde ich. Für mich macht es einen Wahnsinnsunterschied, ob ein Tier ein lebenswertes Leben hatte und zum Ende nicht noch rumgekarrt worden ist. 

Tiere haben kein Endlichkeitsdenken (glaube ich), ergo keine Angst vor dem Tod. Etwas anderes ist die Todesangst, die arme Kreaturen erleiden müssen, die ihr Leben in engen, dunklen Boxen fristen und bei Schlachttransporten vor Panik und Schmerzen schreien.

Essen können wir beides, müssen es aber nicht. Ich habe mich entschieden, Fleisch zu essen, und werde immer Fleisch von Tieren bevorzugen, die mal eine Wiese gesehen haben. Und zwar nicht nur aus dem Schlachttransporter.
2
#12
7.2.18, 20:28
@hatschepuffel: 
Ja doch, leuchtet ein, aber ich bin trotzdem so hin und her gerissen..............
#13
7.2.18, 21:12
@Mondial: #10
Danke für die ausführliche Erklärung!!👍
1
#14
7.2.18, 22:20
@hatschepuffel:
Sorry, aber in meiner Kindheit hatten wir Schweine im Stall. Auch eine Ziege, der ich mein Leben verdanke. Wir hatten auch jede Menge Hühner. Zum Schlachten der Schweine kam der ortsansässige Metzger vorbei. Die Hühner, ja da brachte mir mein Opa schon in meiner frühesten Jugend bei, wie ein Huhn geschlachtet wird.
1
#15
9.2.18, 12:32
@Mondial:
Wer es sich leisten kann, dem sei es vergönnt.
1
#16
9.2.18, 12:35
Sowas Leckeres bestell ich mir, wenn ich das naechste Mal den Macron besuche...
#17
10.2.18, 14:15
Liebe Mondial. 
Wir sind nicht immer einer Meinung. Doch bei diesem Tipp gebe ich Dir hundertprozentig recht. Ein erwachsenes ausgereiftes Rind schmeckt allemal besser als der Jungbulle! (So ähnlich verhält es sich mit Hammel und Lamm.) 
#18
10.2.18, 14:29
@gordita: Deinen Hinweis auf den Urmenschen finde ich genau richtig! Doch diese Menschen waren nicht nur Jäger sondern auch Sammler: Und warum haben sie nicht ein Gebiss wie Katzen entwickelt? Weil sie vor etwa 2 Mio. Jahren gelernt haben, das Fleisch zu garen, entweder Grillen oder Kochen. Beides geht nur mit Feuer! 
Welcher Löwe oder Tiger kann schon Feuer machen?? 
#19
10.2.18, 15:05
@WZimdahl:
Hallo, Du irritierst mich mit einem Geschwurbel aus Katzen, Tigern, Löwen kochen grillen.Hast Du dir dein Gebiss schon einmal im Spiegel angeschaut? Du wirst verblüfft feststellen, daß deine Eckzähne länger sind als die übrigen Zähne. Sie dienten im Anfang der Menschheit als Reißzähne. Erst nach der Erfindung der Nahrungszubereitung durch erhitzen, und dazu brauchten unsere Ahnen zigtausende von Jahren, waren diese nicht mehr zwingend erforderlich und bildeten sich auf die heutige Länge zurück. Das Sammeln stellte nur einen untergeordneten Beitrag zur damaligen Ernährung, oder sagen wir mal einen ergänzenden Beitrag.
#20
10.2.18, 15:37
@WZimdahl:
Sorry, sollte meine Antwort zu harsch rübergekommen sein. Hatte heute ein paar Nackenschläge einstecken müssen.
#21
11.2.18, 23:51
@gordita: Ich empfand deinen Kommentar nicht als unangenehm. Ein bisschen gestört fühlte ich mich durch das Wort "Geschwurbel". Das ist normalerweise nicht mein Stil. Aber vergessen wirs.  

Deine Anregung, mein Gebiss im Spiegel anzusehen schauen, finde ich gut. Doch ich kann keine Überreste von Reißzähnen mehr entdecken. Warum? 
Zum Stichwort Katzen: Hast du mal davon gehört, dass man in unserer Gegend (bei Helmstedt) das Skelett einer nur 300.000 Jahre alten Säbelzahnkatze gefunden hat? Wenn nicht, schau nach bei paläon .
Hast du die Nackenschläge inzwischen verdaut? Ich wünsche alles Gute.
#22
12.2.18, 00:10
@WZimdahl:
Danke, daß Du es mir nicht übel genommen hast. Das mit der Katze werde ich bestimmt verfolgen. Paläonthologie, Archäologie, und Geschichte interessieren mich sehr.

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