Wenn Holzwürmer den Schrank befallen haben, eignet sich ein Mittel gegen Kopfläuse aus der Drogerie, um die Würmer zu bekämpfen.

Holzwurm in Möbeln bekämpfen

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Ich hatte mäßigen Befall in einer Kleiderschranktür. Der übrige Schrank war auch zerfressen. Doch ich fand ein wirksames Mittel gegen die Holzwürmer.

Da in Holzwurmmitteln der gleiche Wirkstoff enthalten ist wie in Mittel gegen Kopfläuse (häufig ist das Permethrin), habe ich mir also eine entsprechende Haarwäsche in einer Drogerie besorgt. Diese habe ich in etwa zwei Litern Wasser aufgelöst. Den Schrank habe ich dann innen und außen komplett eingesprüht und eingeseift. Wie in der Anleitung zur Haarwäsche habe ich den Schrank dreimal im Abstand von drei Tagen so behandelt. 

Seit der Behandlung vor über einem Monat konnte ich kein neues Bohrmehl mehr entdecken. 


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2 Kommentare


1
#1
1.9.18, 11:05
Ehrlich gesagt, entgeht mir der Sinn des Tipps.
Die im Tipp vorgeschlagene Anwendungsweise kommt mir vor, als wolle man eine Zahnwurzelvereiterung mit Aufschmieren von Zahnpasta bekämpfen.
1. Da Holzwürmer im tiefen Inneren von Holz ihre zerstörerische Wirkung betreiben und Holz eine ziemlich undurchlässige Substanz ist, kann man davon ausgehen, dass oberflächliches Auftragen einen Insektenvernichtungsmittels wenig Wirkung ins Innere entfaltet.
2. Läusemittel wirken gegen Läuse, das sind ausgewachsene, geschlechtsreife Tiere. Dass man Läusemittel mehrmals im Abstand von mehreren Tagen regelmäßig anwenden muss, ist darin begründet, dass solche Mittel nicht gegen Lauseier (Nissen) und die daraus schlüpfenden Larven wirken. Die mehrmalige Anwendung stellt sicher, dass die nach der ersten Anwendung aus der Larvenhülle schlüpfenden Läuse durch die zweite Behandlung abgetötet werden, bevor sie neue Eier legen können, die dritte Behandlung tötet dann noch die zwischenzeitlich aus den Eiern über Larven entwickelten Tiere ab. Da man die Dauer der einzelnen Entwicklungsphasen kennt, kann man nach einem genauen Zeitplan beim Einsatz von Läuseshampoo vorgehen, ohne den menschlichen Organismus zu stark zu belasten.
Holzwürmer hingegen sind Larven von verschiedenen Insekten. Die meisten Insektenvernichtungsmittel, wie auch die Läusebekämpfungsmittel, richten sich, wie bereits geschildert, gegen ausgewachsene Insekten, nicht gegen ihre Entwicklungsvorstufen Ei, Larve, Puppe.  Da "Holzwürmer" die Larven verschiedener Insekten sind und diese nach der Entwicklung zum ausgewachsenen Tier das Holz verlassen, kann man mit einem Mittel, das zur Bekämpfung ausgewachsener Tiere konzipiert ist, nur wenig bis gar nichts ausrichten.
Das Einzige, was mit der im Tipp vorgestellten Methode erreicht wird, ist, dass das großzügig auf die Holzoberfläche aufgetragene Läusemittel seinen insektiziden Wirkstoff dauerhaft an die Luft ausgast und der Mensch es einatmet. (Von Abwaschen der Möbel nach der Behandlung war im Tipp keine Rede, während deulich in der Anweisung für Kopflausmittel darauf hingewiesen wird, dass nach einer Behandlung das Haar gründlich ausgespült werden muss!)
Mittel gegen Holzwürmer enthalten auch Permethrin (im Übrigen ein Nervengift), aber in anderen Verbindungen als in Läusebekämpfungsmitteln, so dass es auch gegen Larven wirkt. Das Einbringen mittels Spritze in die Fraßgänge sorgt dafür, dass die Verdunstungsoberfläche nicht so groß ist, daher nicht so belastend für den Menschen.
Bei starkem Befall werden Möbelstücke ohnehin in einen begasten Raum gestellt, das Gas durchdringt jeden kleinen Fraßgang. Danach muss das Möbelstück mehrere Tage gut ausgelüftet werden, bevor es wieder an seinen Platz in einem geschlossenen Raum gestellt wird.

3.Finanziell gesehen stellt Läusemittel anstelle von Holzwurmbehandlungsmittel keinerlei Vorteil dar, es sei denn man hat ohnehin noch Reste von Läusemittel herumliegen.
Weder Holzwurmmittel noch Läusemittel sind für den Menschen besonders gesundheitsförderlich, von daher bietet sich also auch kein Grund an, weswegen man zur Holzwurmbehandlung Läusemittel einsetzen sollte.

Dass sich seit über einem Monat kein neues Bohrmehl gezeigt hat, ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass durch die Oberflächenbehandlung mit der Flüssigkeit sich diese mit Resten von Bohrmehl zu Pfropfen verbunden hat, die die Bohrlocher verstopfen.
3
#2 Redaktion
6.9.18, 15:10
Hinweis: Einige Kommentare wurden von der Redaktion gelöscht.

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